12 April 2016

Algarve: Gefährliches Pflaster für Radfahrer

 
 Tourismusmanager und Gemeinden legen Programme auf, um gerade in der Nebensaison Radfahrer an die Algarve zu locken. Dem stehen aber gravierende Sicherheitsprobleme entgegen, wie der port. Radfahrerbund, dem immerhin 35.000 Mitglieder angehören, jetzt bekannt macht. . 
In den letzten 6 Monaten starben 2 Radfahrer auf der Strasse zwischen Olhão und Faro. Im letzten Jahr gab es 20 Unfälle mit Radfahrern, die bei der Polizei angezeigt wurden.
Besonders die berüchtigte EN 125 ist gefährlich; der Radfahrerbund spricht von "Russischem Roulett". Auf dieser Strasse gibt es wenig Radfahrstreifen und die Autofahrer halten den vorgeschriebenen seitlichen Abstand von 1,5 m nicht ein.
Die vor 10 Jahren gestartete Initiative der Gemeinden, auf den Strassen durch blaue Linien abgeteilt Fahrspuren zu sichern, ist quasi gescheitert. Die Linien sind verblasst und werden von Autofahrern nicht respektiert.
Aber es gibt auch positive Ausnahmen. So ist Vilamoura mit seinen vielen Radfahrwegen ein Eldorado, auch im Flachland von Monte Gordo kann man gut Rad fahren. 
Zwischen Faro und Olhão ist ein 8km langer Radfahrweg entlang der Ria Formosa geplant und die Strasse zwischen Quarteira und Loulé bekommt einen Radfahrweg. 
Für ganz  Sportliche, die mit dem Mountainbike unterwegs sind, gibt es etwa 44 ausgewiesene Wege im Hinterland der Algarve im Barrocal und in der Sierra. 

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