30 September 2016

Albufeira setzt dem Tousimus ein Denkmal

Auf ungewöhnliche Art hat jetzt die Stadt Albufeira ihrer grössten Einnahmequelle, dem Tourismus, ein Denkmal gesetzt. 
Die vielbesuchte Aussichtsplattform oberhalb des Hauptstrandes Praia dos Pescadores (Pau de Bandeira), ziert jetzt eine Skulptur aus Metall. Es ist ein
Ensemble aus drei Personen, eine fröhlichen lächelnden Touristenfamilie mit Vater, Mutter und Kind, die einen Schwimmreifen in die Luft halten. Gestaltet hat das Kunstwerk "Homenagem ao Turista" die Künstlerin Teresa Paulino. Sie hat an der Algarve bereits etliche Skulturen für öffentliche Plätze geschaffen. So die Gruppe "A Familia de Pescadores" in Albufeira und allen Flugreisenden bekannt die grossen Figuren an der Rotunda vor dem Flughafen Faro.  
Wie es sich gehört wurde das Kunstwerk unter Beteiligung der örtlichen Prominenz am vergangenen Dienstag, dem Internationalen Tag des Tourismus, feierlich eingeweiht.
Quelle (mit Fotos): http://www.cm-albufeira.pt

29 September 2016

Ria Formosa: Abriss illegaler Bauten

Auf erbitterten Widerstand der Bewohner der Insel Culatra stösst die Ankündigung der Regierung, 81 illegal errichtete Häuser/Baracken bis Ende Oktober abzureissen. Betroffen ist die Ansiedlung Hangares und Farol, wo seit Jahrzehnten "wild" Hütten und Ferienhäuser direkt am Wasser errichtet wurden. Nach Angaben von Umweltminister Joao Pedro Matos müssen alle Häuser weichen, die in einer Risikozone innerhalb 40m zum Wasser liegen. Dies betrifft vor allem Gebäude an der Lagunenseite. Wer seinen Hauptwohnsitz auf der Insel hat und vor allem Fischer ist, darf bleiben.
Die Fischerhütten sollen sogar legalisiert  und darüberhinaus die Infrastruktur der Insel mit Strassen/Wegen, Beleuchtung sowie einem Hafen verbessert werden.
Die Bewohner der Ilha de Faro haben die Requalifizierung der vorgelagerten Inseln bereits hinter sich. Dort verloren bereits 101 Familien ihre Häuser, etwa die Hälfte davon Fischer. Die Fischer der Insel bekommen neue Häuser zugewiesen. Für sie wird ein "Dorf" auf dem Gelände des ehemaligen Campingplatzes gebaut.

Auch weitere Projekte entlang der Küste sind konkret geplant:
Die alterschwache Brücke zur Ilha de Faro wird ersetzt.
Die Ilha de Tavira bekommt eine neue Anlegestelle.
Der Strand von Ancao wird requalifiziert.
In Olhao wird ein Parque Ribeirinho (Park entlang der gesamten Uferzone) angelegt.
Die Ausschreibung für diese Projekte erfolgt bis Ende des Jahres.

Quelle: (mitGrafik)http://www.dn.pt



Algarve: Erstes "Männerhaus" in Portugal

Die Algarve wird als erster Distrikt in Portugal ein Heim, ausschliesslich für vor häuslicher Gewalt  Männer geflohenen Männern, erhalten. Das "Männerhaus", dessen genaue Anschrift nicht angegeben wurde, hat eine Kapazität von 10 freien Stellen. Es wird am 01. Oktober eröffnet.
Etwa 100.000 Euro stehen für das Pilotprojekt zur Verfügung, wobei die Mittel aus den Einnahmen der staatlichen Lotterien stammen.
Häusliche Gewalt ist ein grosses Problem in Portugal, wobei überwiegend Frauen betroffen sind. Nach den letzten Erhebungen sind aber auch zunehmend Männer Opfer von Angriffen ihrer (Ex-)Partnerinnen. Die Regierung geht davon aus, dass 15% aller Fälle (mehr als 1200) Männer betreffen. Den Männern bleibt in der Regel nur die Flucht in eine Pension oder ein Obdachlosenheim. Hier soll das "Männerhaus" helfen, wobei psychologische, juristische und soziale Betreuung angeboten wird.
Die Algarve liegt an dritter Stelle was Fälle häuslicher Gewalt gegen Männer betrifft. Davor liegen nur die Grossstädte Lissabon und Porto.
In ganz Portugal gibt es bisher ein Netz von 40 Frauenhäusern, die Platz für 800 Frauen bieten.
Quelle: http://sicnoticias.sapo.pt


 

28 September 2016

Faro: Das "Atrium" wird Luxushotel

 
Ein Schandfleck in Faros Baixa soll endlich verschwinden. Das "Atrium Faro", ein seit Jahren leerstehendes Einkaufszentrum mitten in der belebten Fussgängerzone der Rua Antonio wird demnächst in ein 4Sterne plus Hotel umgewandelt. 
Wie die Zeitung sulinformacao unter Berufung auf Faros Bürgermeister berichtet, ist der Gebäudekomplex vor etwa einem Monat  verkauft worden. Bei den Käufern soll es sich um Investoren aus der Algarve handeln, die im Hotel-und Gaststättenbereich tätig sind. 
Eine entsprechende Bauvoranfrage liegt der Stadt bereits vor und wird aller Voraussicht nach positiv entschieden, so dass mit den Bauarbeiten demnächst begonnen werden kann.
Der Komplex "Atrium Faro", mit Kino und Einzelhandelsgeschäften, ging 2009 in Konkurs und steht seitdem, "geschmückt" von Taubendreck und Graffiti, leer.  Über den Kaufpreis der Immobilie wird wie üblich geschwiegen. Bekannt ist nur, das die Bank Millenium BCP, der das Grundstück aus der Konkursmasse zugefallen war, einen Betrag von 2,3 Millionen Euro verlangt hatte.

22 September 2016

Vilamoura: Golfplätze verkauft

Fünf Golfplätze in Vilamoura, die zu den besten in Portugal gehören, sind verkauft worden.Von dem Geschäft umfasst sind die Golfplätze Old Course, Pinhal, Laguna, Millenium und Victoria die bisher der Oceanico Group gehörten. Käufer ist das Konsortium  KAY CC Portugal. Dahinter verbirgt sich der Engländer Keith Cousins und die Dom Pedro Hotels Group.
Keith Cousins betreibt eine Agentur für Fussballer und ist Agent des Kapitäns von Chelsea, John Terry.
Über den Kaufpreis herrscht wie üblich Stillschweigen. Die Zeitung Expresso hatte bereits im April gemeldet, dass 68 Millionen Euro geboten wurden. Jetzt ist von 70 Millionen die Rede.
Von dem Deal nicht umfasst sind die Anlagen Amendoeira Golf Resort in Alcantarilha und das Belmar Spa & Beach Resort in Lagos.

21 September 2016

Portugal: Fussgänger leben gefährlich

Fussgänger in Portugal leben gefährlich.
 Nach der jetzt veröffentlichten Statistik der Behörde für Verkehrssicherheit (Autoridade Nacional de Seguranca Rodovária) waren im Jahr 2015 ein Viertel der registrierten Verkehrstoten Fusssgänger (In Zahlen: 142 Fussgänger von insgesamt 593 Toten). Dabei verteilten sich die Unfälle gleichmässig auf Fussgängerüberwege, etwa 50 m davon entfernt oder auf Seitenstreifen der Strassen.
Im Gegensatz zu den Autounfällen haben sich auch tödliche Unfälle mit Fussgängern leicht erhöht. 
Auch Fahrerflucht spielt bei Unfällen mit Fussgängern eine Rolle. Bei insgesamt 5070 Zusammenstössen flüchteten 308 Fahrer.
Was die Statistik auch bestätigt: Die EN 125 ist die gefährlichste Strasse in Portugal.

19 September 2016

Lissabon: Protest der Taxifahrer am 10.Oktober


Wer am Montag, d. 10. Oktober nach Lissabon reisen möchte, muss sich auf  einige Verkehrsbehinderungen in der Hauptstadt gefasst machen. Portugals streitbarer Taxiverband FTP (Federacao Portuguesa do Taxi) wird an diesem Tag gegen die seiner Meinung nach illegale Konkurrenz von Uber und Cabify protestieren. 
Carlos Ramos, Präsident des Taxiverbandes, erwartet etwa 6000 protestierende Taxis in Lissabon. 
Und er kündigt an, dass 6000 stillstehende Taxis ein grosses Durcheinander verursachen werden.
Bereits im April hatten etwa 4000 Taxifahrer in Lissabon, Porto und Faro protestiert.
Foto (C): Lizensiert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Germany license, Autor Matti Blume, MB-one

15 September 2016

Algarve: Endlich Regen - mit Folgen

 
Nach einem ungewöhnlich heissen Sommer hat es an der Algarve in der Nacht endlich geregnet.
Die Folgen waren allerdings im Bereich Albufeira nicht so erfreulich. Heute morgen war der Stadtstrand INATEL mit Wasserlachen, bestehend aus schwarzen, übelriechenden Regenwasser, bedeckt. Auch an den Stränden Peneco und Olhos d´Agua sammelte sich schmutziges Wasser.
Die Gemeinde Albufeira, wo es im vergangenen Herbst in der Innenstadt grosse Überschwemmungen gab, hatte jedoch bereits  vorgesorgt. Nachdem wegen des Regens eine Wetterwarnung ausgegeben wurde,  sind die Regenabflussrohre gereinigt worden. Aus dem Abflussrohr, das am Strand Pescadores in den Atlantik mündet, sind Tonnen von Strandsand entfernt worden, wie der Bürgermeister erklärte. Bagger der Stadt haben die schmutzigen "Tümpel" mit Sand bedeckt.
Besonders gefährlich ist der plötzliche Regen für Autofahrer. Der Staub auf den Strassen verbindet sich mit dem Wasser wie "Schmierseife".

14 September 2016

Flughafen Faro: Drohne gefährdete Ryanair-Maschine

Drohnen entwickeln sich immer mehr zur Gefahr für die Luftfahrt. Bisher wurden gefährliche Vorfälle in Portugal nur von den grossen Flugplätzen Lissabon und Porto gemeldet. Jetzt hat es auch den Flughafen Faro getroffen. Wie die Wochenzeitung Expresso meldete, hat es am 21.08. um 14.41Uhr  in etwa 1500 m Höhe kurz vor Luz de Tavira  einen Fast-Zusammenstoss einer Maschine von Ryanair mit einer Drohne gegeben. Der Pilot meldete dem Tower in Faro, dass eine Drohne etwa 30m entfernt am rechten Flügel der Maschine vorbeigeflogen sei. 
Nach Angaben des Direktors der Flugsicherheit Alvaro Neves handelte es sich vermutlich um eine selbstgebastelte (home made) Drone.
 Der Betrieb von Drohnen ohne vorherige Genehmigung ist im Umfeld des Flughafens Faro in der "controlled trafic region" nicht erlaubt. Dies ist der Bereich von Olhao bis Quarteira in Ost-West Richtung und von Pechao bis Santa Maria in Nord -Süd Richtung.
Darüberhinaus gibt es eine erweiterte Zone im Umkreis von 65 Kilometern - praktisch von Vila Real de Santo Antonio bis Portimao -  in der Flüge über 300m Höhe der Kontrolle unterliegen und angemeldet werden müssen. 

Quelle (mit Zeichnung der controlled traffic zone des Flughafens Faro):

10 September 2016

Monchique: 2200 Hektar verbrannt

 
Der verheerende Waldbrand, der sich seit fast einer Woche von Monchique aus Richtung Portimao ausgebreitet  hat, wurde gestern abend um 19.30 Uhr endgültig gelöscht.
 Der Kommandant des Zivilschutzes in Faro, Vitor Vaz Pinto erklärte, dass es zu dieser Zeit keine Flammen mehr gab - "Está completamente dominado".  Dennoch werden noch ca. 600 Einsatzkräfte vor Ort bleiben, die nach und nach abgezogen werden.
Vaz Pinto schätzt die verbrannte Fläche auf ca. 2000 - 2500 Hektar. Das deckt sich mit der Aussage des Bürgermeisters von Monquique, der von 403 Hektar verbrannter Fläche auf dem Foia und 1800 Hektar bei dem Brand ab Mittwoch Richtung Portimao spricht. Hauptsächlich ist Buschwerk und Eukalyptus verbrannt, aber auch landwirtschaftliche Nutzfläche und Gärten.
Weder Wohnhäuser noch Personen kamen zu schaden.
Einen Überblick über die massive Ausdehnung der verbrannten Fläche mit dem Autodrome als "Insel" zeigte ein Luftbild von Bimering/facebook.
Der mutmassliche Brandstifter dieses Brandes sitzt in U-Haft. Aber auch zwei weitere gelöschte  Brände in diesem Sommer in Messines und Silves sind vermutlich absichtlich gelegt worden.
Wie correiodamanha berichtet, ermittelt die Kriminalpolizei zusammen mit der GNR in diese Richtung.
 

Quelle: http://www.regiao-sul.pt

08 September 2016

Waldbrand in Monchique wieder stark aufgeflammt

 
Der Waldbrand in Monchique, der am Sonntagabend gelöscht schien, ist mit voller Wucht wieder aufgeflammt. Der Zivilschutz meldet  "reactivacao" um 19.57 Uhr gestern abend. Wegen starken Windes hat sich das Feuer in 2 Fronten schnell ausgebreitet. Die westliche Front ist heute unter Kontrolle gebracht.
 Schlimmer sieht es an der Feuerfront Richtung Süden aus. Das Feuer hat den Ort Casais umzingelt, wo 8 Personen evakuiert wurden. Die Strasse zwischen Casais und Senhora do Verde ist gesperrt. Nach den Informationen, die sulinformacao heute mittag vom Zivilschutz in Faro erhalten hat, frisst sich das Feuer nach Süden Richtung Autodrome Internacional do Algarve. Es sind nur Ruinen und unbewohnte Häuser Opfer der Flammen geworden, Wohnhäuser sind bisher nicht betroffen.
Auch in Montes da Cima, ca. 3 km vom Autodrome entfernt, mussten heute nachmittag 3 Personen evakuiert werden.
Bewohner von Portimao berichten, dass es in der Stadt zu Asche-Regen und erheblicher Rauchentwicklung kommt.
Es sind 499 Einsatzkräfte und 9 Flugzeuge im Einsatz.